Wie gehen Sie für gewöhnlich vor, wenn Sie sich etwas vornehmen oder sich ein Ziel setzen? Wahrscheinlich haben Sie einmal gelernt, dass Ziele möglichst spezifisch, realistisch, messbar und am besten mit einem konkreten Datum versehen sein sollten. Das ist in der Regel auch keine schwierige Übung – die Umsetzung ist das, was uns zu schaffen macht.

Was ein gutes Bauchgefühl mit Zielen zu tun hat

Wie kann es also gelingen, von der Absichtserklärung ins Handeln zu kommen und ins Wollen – statt ins Müssen? Hier kommt das Bauchgefühl ins Spiel. Wir Menschen haben ein gefühlsmäßiges Bewertungssystem, das unterhalb der Bewusstseinsschwelle arbeitet. Dieses Bewertungssystem äußert sich über objektiv messbare körperliche Signale, die von uns Menschen als „Bauchgefühl“ wahrgenommen werden. Sie kennen das sicher: Eine Situation läuft schief und im Nachhinein stellen Sie fest, dass Sie von Anfang an kein gutes Gefühl dabei hatten. Anders herum funktioniert es natürlich genauso: Etwas fühlt sich spontan gut und richtig an – noch bevor Sie sich erklären können, warum.

Dieses affektive Bewertungssystem arbeitet tatsächlich schneller als unser Denken. Unsere unbewussten Anteile spielen also eine wesentliche Rolle bei der Bewertung von Situationen und haben dadurch auch einen Einfluss darauf, wie wir Entscheidungen treffen. Über das konkrete Wissen hinaus geben uns unbewusste Themen Hinweise darauf, was für uns gerade wichtig ist im Leben – was uns mit einem positiven Bauchgefühl „anspricht“.

Das Zürcher Ressourcen Modell (R)

Das Zürcher Ressourcen Modell® (ZRM), ist eine Methode aus dem Selbstmanagement, das sich unsere Fähigkeit zum Bauchgefühl beim Erreichen von Zielen zunutze macht. Sie ahnen es schon: Das ZRM geht davon aus, dass wir Ziele besser erreichen, wenn sie sich für uns gut anfühlen. Und mehr Spaß machen sie dann natürlich auch. Im ZRM werden Ziele außerdem mit möglichst vielen Erinnerungshilfen ausgestattet – sie werden „multikodiert“.

Wenn Sie sich mit Hilfe des ZRM ein Ziel entwickeln, beginnen Sie mit einem Pool aus Bildern. Von Ihrem spontanen Bauchgefühl geleitet, suchen Sie sich ein Bild aus. In einem zweiten Schritt sammeln sie möglichst viele positive Assoziationen und passende Begriffe zu diesem Bild. Aus diesen Begriffen formulieren Sie schließlich Ihr Ziel. Falls Sie sich zum Beispiel klassischerweise vorgenommen hatten „Ich höre am 1.1.2019 auf zu rauchen“, dann wird im ZRM daraus so etwas wie „Ich atme frei“. Na, welches Ziel fühlt sich motivierender an?

Am Ball beiben

Ganz nebenbei haben Sie sich schon zwei Erinnerungshilfen gebastelt. Das von Ihnen gewählte Bild und der assoziativ erarbeitete Satz erinnern Sie an Ihr Ziel. Beides können Sie an günstigen Plätzen in Ihrer Wohnung anbringen – so wird Ihr Ziel immer wieder aktiviert. In einem weiteren Schritt finden Sie eine Körperhaltung (=embodiment), die zu Ihr Ziel repräsentiert – in unserem Beispiel vielleicht ausgebreitete Arme und ein weiter Brustkorb. Wann immer Ihnen nach freiem Atem ist, können Sie zur Unterstützung und Erinnerung an Ihr Ziel diese Körperhaltung einnehmen.

Dieses kontinuierliche Erinnern trainiert Ihr Gehirn – es werden neue Verknüpfungen geschaffen, die Sie am Ball bleiben lassen, um Ihr Ziel zu erreichen. Und weil Sie mit einem positiv besetzten Bild begonnen haben, stellen Sie sicher, dass Ihr Ziel stets mit einem guten Bauchgefühl und Ihren unbewussten Anteilen verbunden ist. So haben Sie eine effektive und wissenschaftlich fundierte Methode für Ihre Ziele, die noch dazu Spaß macht!

Neugierig geworden? Das ZRM lässt sich am besten in der Gruppe erlernen. Ich biete immer wieder Workshops zu dieser tollen Methode an – aktuell am 27. Januar (nähere Infos hier). Abonnieren Sie meinen Newsletter, dann bleiben Sie über meine wechselnden Angebote auf dem Laufenden.

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